MBS-Cup kurz vor Potsdam abgefangen

Die Präsenz des Clubs im diesjährigen Cup-Geschehen war eher bescheiden. Aber unheimlich effizient. Nachdem ein dürftiger 5. Platz beim Auftaktlauf in Caputh Sportsfreundin Barduhn eher in ihren ursprünglichen Plänen bestärkte, nämlich die Serie zugunsten einer ausgiebigen Marathonvorbereitung auszulassen, schloss sie sich dann doch dem Familienausflug der Altenheins nach Rangsdorf an, schließlich gelang ihr dort 2011 der erste Sieg eines Cup-Laufs überhaupt. Mit Hilfe ihres gefürchteten Endspurts konnte sie Silvia Schierz, die sich in den Vorjahren bisher immer vor ihr platzieren konnte, vor der Ziellinie noch ab und siegte wiederholt.

Die pure Langeweile am Maifeiertag trieb sie dann nach Sachsenhausen. Zugegebenermaßen hatte sie dort aber noch eine Rechnung aus dem letzten Jahr offen, als sie das Stockerl knapp verpasste. Der dortige zweite Sieg brachten die ersten Zweifel, ob frau wirklich die eingefahrenen Punkte verfallen lassen sollte. Der nachfolgende Töplitzer Insellauf kollidierte mit einem anderen geplanten Lauf und die Preußenmeile wird grundsätzlich wegen persönlicher Animositäten gegen die Strecke von Krissy ausgelassen. In Bestensee tauchte die Konkurrenz aus der eigenen Altersgruppe unverhofft wieder auf und Clubkameradin Barduhn musste der Triathletin aus Potsdam wie schon in Caputh den Vortritt lassen.

Neu in der Wertung war eine Rennstrecke in Stölln rund um den Otto-Lilienthal-Flugplatz. Diese wollte Krissy auf keinen Fall noch einmal laufen, schon gar nicht von Mitbewerbern gehetzt. 2011 kam sie zwar als Erste ans Ziel, aber die relativ geringe Teilnehmerzahl ließ sie auf der unangenehmen Strecke an den herben Anstiegen auch mal einen Gang rausnehmen. Als der Hennigsdorfer Citylauf auf dem Plan stand, hatte Krissy schon 3 Wochen Marathonvorbereitung á la Greif in den Knochen. Die schrieb für den besagten Sonntag nach dem samstäglichen 35 km Lauf eigentlich 15 20 km regeneratives Traben vor, gern auch aufgeteilt in morgens und abends, aber wer sagt denn, dass man die ersten 5 km nicht ein bisschen flotter angehen kann? Es wurde verdammt flott, die höchstens zwanzigjährige Siegerin kniete aber im Ziel am Boden, während Frau Barduhn noch die zweite Runde zusammen mit den 10-km-Absolventen auslief.

Danach war klar, dass die Chance auf den Gesamtsieg auf dem sprichwörtlichen silbernen Tablett lag, aber dafür drastische Maßnahmen ergriffen werden mussten. ImageAlso wurde der Beetzseelauf in den Greifschen Trainingsplan gequetscht. Schon in Hochform und daher siegesgewiss fuhr Krissy dort mit neuer persönlicher 10-km-Bestzeit weitere 25 Punkte ein. Damit waren 6 Wertungsläufe absolviert und auch die Potsdamerin Immendorff käme nur noch an ihr vorbei, wenn sie bei einem Sieg in Bad Belzig zwischen sich und Krissy fünf Platzierungen bringen könnte. Obwohl die Konstellation für den – laut Aussagen vom Vereinsvorsitzenden erstmaligen – Gesamtsieg eines Clubmitgliedes beim MBS Cup sprach, ließ Krissy beim Burgenlauf nichts anbrennen und wehrte den letzten Angriff auf ihren neuerlichen Altersgruppensieg 300 Meter vor dem Ziel auch noch erfolgreich ab und ließ anschließend den Kleinmachnower Lauf Club gleich 4 Mal aufrufen: 3. Platz Frauen Burgenlauf, 1. Platz AK W45 Burgenlauf, MBS Cup Gesamtsieg Frauen, MBS Cup Sieg AK W45! In Anbetracht der gelaufenen Zeiten ein wohlverdienter Triumph, auch wenn ein, zwei schnelle Brandenburgerinnen nicht am Wettbewerb teilnahmen.

5000-Meter-Titel bei den BBM in Jüterbog ging nach Kleinmachnow

ImageNicht mal eine ausgefallene S-Bahn und der daraus resultierende harte Ritt auf dem Rad (sauschweres Mountainbike!) von Teltow aus zum Bahnhof Lichterfelde Ost konnte das diesjährige One-Woman-Team des Vereins davon abhalten, sich auf den Weg zu den Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften des Leichtathletikverbandes nach Jüterbog zu machen. Auch eine einstündige Verschiebung des Starts und eine Zusammenlegung aller 5000-Meter-Starter verdarben Krissy die Sonntagslaune nicht. Zu guter Letzt trafen die durch unvorhergesehene Verkehrsbehinderungen aufgehaltenen Berliner Sportler, zu deren Gunsten die Verschiebung beschlossen wurde, zusammen mit strahlendem Sonnenschein alle noch ein und es konnte losgehen.

Trotz des umfangreichen Teilnehmerfeldes kam aufgrund des Leistungsgefälles keinerlei Gruppenbildung zustande. Da Krissy unbedrängtes Laufen gewohnt ist, war es für sie also wie immer. Allerdings kam von den Frauen dieses Mal nur Beata Baginska aus der W 35 an ihr vorbei, bevor sie nach 19 Minuten und 58 Sekunden in neuer persönlicher Bestzeit den Landesmeisterschaftstitel 2012 in der Altersklasse W 45 nach Kleinmachnow holte.

 

KLC-Staffeln im Dienste der Gemeinnützigkeit

Beim 4. Kleinmachnower Teamlauf am 3. Juni realisierte der KLC einen der auf der Jahresversammlung beschlossenen Staffelauftritte zur Wiederbelebung des sportlichen Clublebens erwachsener Mitglieder. Gut gelaunt motiviert und sozial engagiert schickten wir gleich 3 Teams ins Rennen und warfen somit eine beachtliche Summe in den gemeinnützigen Topf des Rotary Clubs bzw. auf den Tisch der Teltower Tafel. Alex und Jürgen gingen als KLC Trias an den Start und waren schon nach jeweils 4 x 1,4 km in 42:50 min wieder im Ziel und wurden als 3. Team im Erwachsenenwettbewerb sogar mit einer 3monatigen Mitgliedschaft im hiesigen Wellnessclub Ambiente belohnt. Als Duo Die Meisters gingen dieses Jahr auch der Clubvorsitzende und seine First Lady ins Rennen und mussten sich nur ganz knapp der klubinternen Damenstaffel (Altenhein/Barduhn/Schmidt) geschlagen geben. Leider blieb die im letzten Jahr erstmalig ausgelobte Wertung für reine Damenmannschaften (deren Spitzenplatz frau ursprünglich zu verteidigen gedachte) wohl eine einmalige Angelegenheit. So waren die erzielten Platzierungen 14 und 15 vom olympischen Geist („Dabei sein ist alles“) geprägt zu sehen, was angesichts des bis exakt zur Siegerehrung reichenden guten Wetters die Freude am gemeinsamen Spaß auch kein bisschen trübte. Die BarmerGEK City-Night kann kommen!

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Halbmarathonpremiere beim BIG25 – KLC war dabei!

Erstmalig hatten die Veranstalter des ältesten deutschen City-Straßenlaufes, dem traditionsreichen BIG25, einen Halbmarathon mit ins Programm genommen. Während einige im Club die volle Distanz schon diverse Male absolviert hatten, hatte Krissy bisher um diesen Event eher einen Bogen gemacht. Halbmarathon aber hielt sie für machbar und so wollte sie endlich mal die Luft ihrer Sportidole näher an der Rasenkante schnuppern.

Die Wetterkapriolen hatten sich an diesem 6. Mai auf läuferfreundlich eingepegelt. Im Block A war es relativ leer, obwohl die für den Start von dort aus berechtigenden Zielzeiten nicht gerade utopisch waren. Die erste Reihe wurde kurz vor dem Start um 10 Uhr noch mit vornehmlich kenianischer Prominenz wie Dennis Kimetto, Wilfred Kigen und Caroline Chepkowny aufgefüllt, fix noch die Susanne Hahn – die sich im Rahmen ihrer Marathonvorbereitung für London für die 10-km-Runde eingetragen hatte – begrüßt und los ging es. Nachdem Krissy der Versuchung, die Abzweigung für den 5 km langen Rückweg der Kurzstrecke zu nehmen, tapfer widerstanden hatte, bedauerte sie noch kurz die 25er, als sie im Tiergarten die „Abkürzung“ für den Halben nahm. Das Führungsfahrzeug zeigte 58 Minuten plus an, als die beiden führenden Kenianer an ihr vorbeirauschten. Wenn sie gewusst hätte, dass Kimetto schon nach 1:11:18 im Olympiastadion durchs Ziel laufen würde, wäre sie vom Glauben abgefallen. Auch die afrikanischen Läuferinnen und die drittplatzierte Französin zogen eine nach der anderen in ihr höllisch erscheinendem Tempo vorbei, auch wenn es bis zum Ku’damm dauerte. Aber der Kampf mit der endlos scheinenden Reichsstraße und dem letzte Kräfte raubenden Zick-Zack auf dem Olympiagelände wurden schließlich sprichwörtlich mit dem Licht am Ende des Tunnels belohnt – dem ersehnten Einlauf auf der blauen Kunststoffbahn des Olympiastadions. Zum Ruhme Kleinmachnows schaffte es Sportsfreundin Barduhn noch aufs jungfräuliche Stockerl dieses Wettbewerbes und gab sich überglücklich ob der persönlichen Bestzeit 1:29:42 gern den beiden Konkurrentinnen aus undiskutabel niedrigeren Altersklassen geschlagen.

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