5000-Meter-Titel bei den BBM in Jüterbog ging nach Kleinmachnow

ImageNicht mal eine ausgefallene S-Bahn und der daraus resultierende harte Ritt auf dem Rad (sauschweres Mountainbike!) von Teltow aus zum Bahnhof Lichterfelde Ost konnte das diesjährige One-Woman-Team des Vereins davon abhalten, sich auf den Weg zu den Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften des Leichtathletikverbandes nach Jüterbog zu machen. Auch eine einstündige Verschiebung des Starts und eine Zusammenlegung aller 5000-Meter-Starter verdarben Krissy die Sonntagslaune nicht. Zu guter Letzt trafen die durch unvorhergesehene Verkehrsbehinderungen aufgehaltenen Berliner Sportler, zu deren Gunsten die Verschiebung beschlossen wurde, zusammen mit strahlendem Sonnenschein alle noch ein und es konnte losgehen.

Trotz des umfangreichen Teilnehmerfeldes kam aufgrund des Leistungsgefälles keinerlei Gruppenbildung zustande. Da Krissy unbedrängtes Laufen gewohnt ist, war es für sie also wie immer. Allerdings kam von den Frauen dieses Mal nur Beata Baginska aus der W 35 an ihr vorbei, bevor sie nach 19 Minuten und 58 Sekunden in neuer persönlicher Bestzeit den Landesmeisterschaftstitel 2012 in der Altersklasse W 45 nach Kleinmachnow holte.

 

KLC-Staffeln im Dienste der Gemeinnützigkeit

Beim 4. Kleinmachnower Teamlauf am 3. Juni realisierte der KLC einen der auf der Jahresversammlung beschlossenen Staffelauftritte zur Wiederbelebung des sportlichen Clublebens erwachsener Mitglieder. Gut gelaunt motiviert und sozial engagiert schickten wir gleich 3 Teams ins Rennen und warfen somit eine beachtliche Summe in den gemeinnützigen Topf des Rotary Clubs bzw. auf den Tisch der Teltower Tafel. Alex und Jürgen gingen als KLC Trias an den Start und waren schon nach jeweils 4 x 1,4 km in 42:50 min wieder im Ziel und wurden als 3. Team im Erwachsenenwettbewerb sogar mit einer 3monatigen Mitgliedschaft im hiesigen Wellnessclub Ambiente belohnt. Als Duo Die Meisters gingen dieses Jahr auch der Clubvorsitzende und seine First Lady ins Rennen und mussten sich nur ganz knapp der klubinternen Damenstaffel (Altenhein/Barduhn/Schmidt) geschlagen geben. Leider blieb die im letzten Jahr erstmalig ausgelobte Wertung für reine Damenmannschaften (deren Spitzenplatz frau ursprünglich zu verteidigen gedachte) wohl eine einmalige Angelegenheit. So waren die erzielten Platzierungen 14 und 15 vom olympischen Geist („Dabei sein ist alles“) geprägt zu sehen, was angesichts des bis exakt zur Siegerehrung reichenden guten Wetters die Freude am gemeinsamen Spaß auch kein bisschen trübte. Die BarmerGEK City-Night kann kommen!

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Halbmarathonpremiere beim BIG25 – KLC war dabei!

Erstmalig hatten die Veranstalter des ältesten deutschen City-Straßenlaufes, dem traditionsreichen BIG25, einen Halbmarathon mit ins Programm genommen. Während einige im Club die volle Distanz schon diverse Male absolviert hatten, hatte Krissy bisher um diesen Event eher einen Bogen gemacht. Halbmarathon aber hielt sie für machbar und so wollte sie endlich mal die Luft ihrer Sportidole näher an der Rasenkante schnuppern.

Die Wetterkapriolen hatten sich an diesem 6. Mai auf läuferfreundlich eingepegelt. Im Block A war es relativ leer, obwohl die für den Start von dort aus berechtigenden Zielzeiten nicht gerade utopisch waren. Die erste Reihe wurde kurz vor dem Start um 10 Uhr noch mit vornehmlich kenianischer Prominenz wie Dennis Kimetto, Wilfred Kigen und Caroline Chepkowny aufgefüllt, fix noch die Susanne Hahn – die sich im Rahmen ihrer Marathonvorbereitung für London für die 10-km-Runde eingetragen hatte – begrüßt und los ging es. Nachdem Krissy der Versuchung, die Abzweigung für den 5 km langen Rückweg der Kurzstrecke zu nehmen, tapfer widerstanden hatte, bedauerte sie noch kurz die 25er, als sie im Tiergarten die „Abkürzung“ für den Halben nahm. Das Führungsfahrzeug zeigte 58 Minuten plus an, als die beiden führenden Kenianer an ihr vorbeirauschten. Wenn sie gewusst hätte, dass Kimetto schon nach 1:11:18 im Olympiastadion durchs Ziel laufen würde, wäre sie vom Glauben abgefallen. Auch die afrikanischen Läuferinnen und die drittplatzierte Französin zogen eine nach der anderen in ihr höllisch erscheinendem Tempo vorbei, auch wenn es bis zum Ku’damm dauerte. Aber der Kampf mit der endlos scheinenden Reichsstraße und dem letzte Kräfte raubenden Zick-Zack auf dem Olympiagelände wurden schließlich sprichwörtlich mit dem Licht am Ende des Tunnels belohnt – dem ersehnten Einlauf auf der blauen Kunststoffbahn des Olympiastadions. Zum Ruhme Kleinmachnows schaffte es Sportsfreundin Barduhn noch aufs jungfräuliche Stockerl dieses Wettbewerbes und gab sich überglücklich ob der persönlichen Bestzeit 1:29:42 gern den beiden Konkurrentinnen aus undiskutabel niedrigeren Altersklassen geschlagen.

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Die Harzquerung

... und nichts als die Wahrheit

Als angestrebtes Ziel nach dem „Vorbereitungslauf“ (Ha!) in Rauen und als neue Herausforderung für unwissende Läufer haben wir (Bettina, Sylke, Jeannine, Heiko, Wolfgang, Stephan und Dirk) die als Landschaftslauf beschriebene Harzquerung von Wernigerode nach Nordhausen am 28. April in Angriff genommen.

Bei schönstem Wetter (ca. 12 °C und Sonnenschein) sind wir um 8.30 Uhr zur gefühlten „Eiger Nordwand Erstbesteigung“ aufgebrochen. Unsere Mädels machten sich auf den 25 km langen Weg nach Beneckenstein und wir Männer begleiteten sie die ersten 20 km bis zum zweiten Verpflegungspunkt der Strecke, um dann den Harz weitere 31 km zu durchqueren.

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Am Start

Hier passt bergauf – bergab nicht. Es geht gefühlt nur bergauf. Es ist auch kein Landschaftslauf, man hat nämlich keine Zeit sich umzuschauen, außer an den Verpflegungsstellen. Entweder stapft (tänzelt, etc. je nach Läufer) man mit gesenktem Kopf den Berg hinauf (ganz schön steil), oder manchmal auch hinunter, immer auf der Hut vor Wurzeln, Steinen und dem Gefälle. Kurzum: es gibt kein Bergpanorama, keine Wälder und keine schattigen Wanderwege, sondern nur schuhbreite Rinnen, rauf und runter, welche mit höchster Konzentration „begangen“ werden. Und wenn Du nach 30 km denkst, hoppla das Schwerste ist geschafft, dann gilt das nur für die 25 Km Läufer, denn die sind ja schon im Ziel. Für die anderen kommt der Poppenberg. Ab diesem Zeitpunkt lässt Du dir Zeit, nicht weil du willst! Von 300 auf 600 Höhenmeter verteilt auf ca. 4 Laufkilometer. Wir haben es genossen. Zur schönsten Mittagsschlafenszeit nach ca. 5 Stunden und 45 Minuten sind wir bei traumhaften 26 °C ins Ziel gelaufen, zumindest Heiko und ich. Stephan und Wolfgang hatten nicht dieses lange "Glück" und mussten als Gesamtsieger bzw. Altersklassenfünfter schon früher den Lauf beenden.

Kurzum, es ist eine Herausforderung, der wir uns bestimmt noch einmal stellen. Ein herzlicher Dank für die Planung an Stephan und Jeannine und für die Streckenunterstützung an Alexandra. Auch das gemeinschaftliche Erleben incl. einer Stadtführung in Wernigerode ist jederzeit eine Wiederholung wert. 

Dirk